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Trauung im Freien

Ihr möchtet euch das Jawort unter freiem Himmel geben? Diesen besonderen Moment draußen in der Natur, bei strahlendem Sonnenschein und frischer Luft genießen?

Warum nicht?

Das bedeutet zwar ein wenig mehr Aufwand, aber ihr werdet begeistert sein, wie schön es ist, sich im Freien trauen zu lassen!

Eine Hochzeit im Freien ist nicht der Standard und daher mit etwas zusätzlichem Aufwand verbunden. Aber halb so wild, wir haben von der standesamtlichen Trauung über die kirchliche Trauung bis zur freien Trauung eine kleine Checkliste mit allem Wissenswerten zusammengestellt.

Standesamtliche Trauung im Freien
© MNStudio – Fotolia

Ob euer Standesbeamte / eure Standesbeamtin in den grünen Schlosspark kommt oder ihr einen freien Theologen auf eure liebste Urlaubsinsel fliegt – einer (außergewöhnlichen) Trauung im Freien steht eigentlich nichts im Wege.

Ihr müsst euch zwar ausführlich informieren, dafür werdet ihr sicher überrascht sein, an welchen Orten ihr euch tatsächlich trauen lassen könnt.

Trauung im Freien
© Sonja Schulz
Freie Trauung Lieblingsplatz
© Sonja Schulz

Geeignete Örtlichkeiten für eine Hochzeitslocation im Freien, Tipps und Dekoideen für eure Hochzeit im Grünen haben wir in unserem Artikel „Heiraten im Freien“ zusammengestellt – hier geht es vor allem darum, wo ihr draußen eine tolle Feier veranstalten könnt. Ob ihr auch die Trauung selbst am gleichen Ort im Freien durchführen lassen möchtet, ist die große Frage.

Wenn ihr euch auch im Freien das Jawort geben möchtet, gibt es folgende Möglichkeiten:

1. Standesamtliche Trauung im Freien

Freie Trauung Deko
© DaZeng – Fotolia

Offizielle Eheschließungen im Freien sind grundsätzlich möglich, doch auch dabei müssen die Vorgaben des Personenstandsrechts beachtet werden, beispielsweise:

  • Der Ort der Trauung muss innerhalb des Standesamtsbezirks liegen.
  • Sollte der Raum oder das Grundstück nicht der Stadt gehören, muss die Nutzung durch das Standesamt rechtssicher gestattet sein.
  • Während der Eheschließung muss der Standesbeamte das Hausrecht haben und es muss grundsätzlich allen Paaren möglich sein, an diesem Ort zu heiraten, so will es der Gleichheitsgrundsatz. Damit fällt der eigene Garten leider weg.
  • Die Amtshandlung darf nicht durch mögliche Störungen gefährdet werden. So muss am Trauort die Öffentlichkeit ausgeschlossen werden.
  • Bei schlechtem Wetter muss zudem ein geeignetes Trauzimmer in der Nähe verfügbar sein.
Trauung im Freien Deko
© MNStudio – Fotolia

Ihr seht: Ganz flexibel seid ihr bei einer standesamtlichen Trauung unter freiem Himmel nicht. Doch es gibt immer mehr Möglichkeiten, auch den „offiziellen Teil“ nach draußen zu verlagern.

Neben dem Trauraum im Standesamt, bieten viele Standesämter auch einige Termine an etwas romantischeren Orten an. Das kann ein Schloss in eurer Stadt sein mit ggf. tollem Schlosspark oder auch eine besondere andere Location der Stadt.

Ruft einfach direkt mal bei eurem Standesamt an, fragen kostet nichts. Die Trauung außerhalb des Trauzimmers allerdings schon. Die meisten Standesämter berechnen dafür einen Aufpreis um die 250 Euro.

Habt ihr euch eine schöne Outdoor-Location in einer anderen Stadt ausgesucht, müssen euer Standesamt und das der anderen Stadt zusammenarbeiten. Euer erster Ansprechpartner ist immer das Standesamt eurer Stadt.

Heiraten am Strand
© Mila Supynska – Fotolia

Einige Standesämter sind auf Trauungen im Freien spezialisiert. Ihr profitiert von ausgefeilter Planung und müsst selbst nicht so viel bedenken und vor allem weniger organisieren. Das spart enorm viel Zeitaufwand.

Zum Beispiel auf Norderney oder Rügen könnt ihr sogar eine standesamtliche Trauung direkt am Strand erleben.

In unserem Artikel „Heiraten am Strand“ findet ihr noch mehr Anregungen dazu.

2. Kirchliche Trauung im Freien

Kirchliche Trauung im Freien
© Michael Ireland – Fotolia

Auch eine kirchliche Hochzeit kann prinzipiell im Freien stattfinden. Dabei kommt es auf den bei euch zuständigen Priester oder Pfarrer an. Auch hier gilt: Einfach fragen!

Die evangelische Kirche ist bekanntlich etwas „offener“ als die katholische Kirche und vergibt eher mal eine „Sondergenehmigung“.

Ggf. kann auch in einer anderen Gemeinde im Freien geheiratet werden.

Dann muss euere Kirchengemeinde eine so genannte Dimissoriale (lat. „Entlass-Schein“) ausstellen. Sie erlaubt, eine kirchliche Amtshandlung bei einer anderen als der eigenen Kirchengemeinde durchführen zu lassen.

3. Freie Trauung im Freien

Tauung im FreienWer an einem ausgefallen Ort – wie etwa im Freien – heiraten will, ist mit einem freien Theologen immer am besten beraten. Die freie Trauung hat zwar keine offizielle Bedeutung, ist aber als romantischer Teil der Hochzeit bestens geeignet.

Dabei seid ihr in Sachen Location, Ablauf und Rede/Zeremonie völlig frei und flexibel. Außerdem ist die freie Trauung viel unkomplizierter und sehr persönlich! Mehr zur persönlichen Trauung erfahrt ihr in unserem Ratgeber. Tolle Inspirationen für Traurituale haben wir auch in unserem Artikel zu Ritualen bei der freien Trauung zusammengestellt.

Trauzeremonie im Ausland
© detailblick – Fotolia

Mehr über Hintergründe, Möglichkeiten und Zielgruppen einer Freien Trauung lest ihr in unserem „Interview mit dem freien Redner Oliver Walter“.

Ihr wollt nicht nur unter freiem Himmel heiraten, sondern am liebsten unter ausländischem freien Himmel? Dann schaut mal in unseren Artikel „Heiraten im Ausland – der Ratgeber“ oder lasst euch von unserer Fotostory „Heiraten in Holland am Strand“ inspirieren!

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